Leitbild

Wir von der EVA-Akademie folgen dem Leitbild der Bildungs- und Beratungsgesellschaft der EVG.


Identität, Werte und Auftrag

Wir, die EVA Akademie, sind eine gewerkschaftliche Bildungs- und Beratungsgesellschaft. Unsere Arbeit basiert auf den grundlegenden Zielen und Werten der Gewerkschaftsbewegung. Dabei setzen wir uns für die weitere Demokratisierung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft ein. Wir treten ein für gute Arbeitsbedingungen, den Ausbau der Mitbestimmung, Solidarität, Nachhaltigkeit und Vielfalt. Wir wenden uns aktiv gegen Diskriminierung, aus Gründen des Geschlechts, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Orientierung.
Wie bieten Bildungs- und Beratungsangebote an für Interessenvertreter*innen, ehrenamtliche Gremien der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), sowie für alle, die an gewerkschaftlicher Politik, politischer Bildung und persönlicher Weiterbildung interessiert sind. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Mitgliedergewinnung und -bindung der EVG.
Als EVA Akademie ist es uns wichtig, Solidarität und Toleranz auch in unserer alltäglichen Arbeit und innerbetrieblichen Praxis zu leben. In unserem Team finden verschiedene Lebensentwürfe, Lebensphasen und Fähigkeiten Berücksichtigung. Wir pflegen eine offene und konstruktive Unternehmenskultur, entwickeln unsere Prozesse, Angebote und Standards gemeinsam weiter und unterstützen uns teamübergreifend. Beim Einkauf von Waren und Dienstleistungen achten wir auf faire Bedingungen. Durch ressourcen- und klimaschonendes Handeln übernehmen wir Verantwortung gegenüber kommenden Generationen und der Umwelt.

Unsere Ziele


Wir fördern mit unserer Arbeit Selbstbestimmung, Emanzipation und Durchsetzungskraft unserer Zielgruppen. Hierfür entwickeln wir beteiligungsorientierte Bildungs- und Beratungsangebote, die unsere Teilnehmer*innen
•    in die Lage versetzen, das in unseren Angeboten Erfahrene und Erlernte im betrieblichen, ehrenamtlichen und privaten Bereich anzuwenden.
•    durch Wissen und Kompetenz zu solidarischem Handeln befähigen und im Sinne der Kolleginnen und Kollegen entsprechend der gewerkschaftspolitischen Zielsetzung der EVG zu handeln.
•    motivieren, sich aktiv in betriebliche, gewerkschaftliche und gesellschaftliche Prozesse einzubringen.
•    befähigen, fachliche, methodische sowie strategisch-politische Handlungskompetenzen entwickeln zu können.


Unsere Dienstleistungen:


Zu unserer Angeboten gehören: Seminare, Schulungsreihen, Workshops, Fachkonferenzen, Projekte, Beratung, Coaching, Veranstaltungsorganisation und Moderation. Wir bieten Kommunikations- und Lernplattformen, in denen die Teilnehmer*innen Zusatzkompetenzen erwerben können. Wir erstellen Informationen und publizieren Ergebnisse in Form von Handbüchern, Leitfäden und Fachtexten.
Unsere Angebote orientieren sich an den Erfahrungen, Bedürfnissen und Fragestellungen aus Arbeitnehmer*innensicht. Hierfür führen wir regelmäßig Bedarfsabfragen im Organisationsbereich und bei speziellen Zielgruppen durch. Die EVA Akademie bietet damit ein umfassendes Angebot an (über-) betrieblicher und persönlicher Bildung und Beratung in Übereinstimmung mit den Zielen der EVG.


Unsere Fähigkeiten und Ressourcen


Als EVA Akademie sind wir eng mit der EVG verbunden, unsere Mitarbeiter*innen und Referent*innen kennen die Branche, die Verkehrsbetriebe und deren Anforderungen. Wir können auf ein Netzwerk mit fachlich qualifizierten, sowie gut geschulten Referent*innen und Berater*innen zurückgreifen und können somit maßgeschneiderte Bildungsangebote für die spezifischen Bedürfnisse der unterschiedlichen Zielgruppen, Gremien und Interessensvertretungen unterbreiten.
Unsere Referent*innen sind eine wichtige Ressource für unsere Bildungsangebote. Sie begegnen unseren Teilnehmer*innen auf Augenhöhe, da sie selbst überwiegend aus dem betrieblichen Umfeld entstammen und sich aktiv in unsere Konzeptgestaltung einbringen.
Unser Veranstaltungsmanagement kennt die jeweiligen Anforderungen für verschiedene Veranstaltungsformate und eine gute Lernatmosphäre. Wir verfügen damit über alle Kompetenzen und Qualifikationen für ein professionelles Angebot von Bildung, Beratung und Projektarbeit. Kontinuierliche Weiterbildung gehört dabei zu unserem Qualitätsverständnis.
Damit unsere Bildungs-, Beratungs- und Projektarbeit wirksam werden kann, stehen wir im permanenten Dialog mit gewerkschaftlichen und arbeitsorientierten Akteurinnen und Akteuren in unserem Organisationsbereich, im DGB und im Verkehrssektor. Wir beteiligen sie aktiv am Entwicklungs- und Weiterentwicklungsprozess unserer Dienstleistungen.
Definition gelungenen Lernens
Wir verstehen Lernen als einen individuellen Prozess, der den Teilnehmer*innen die Möglichkeit gibt, sich als Person weiterzuentwickeln, Lebens- und Arbeitserfahrungen einzubringen, individuelle Schlussfolgerungen zu ziehen, sowie das Gelernte anwenden zu können.
Gelingendes Lernen setzt eine gute Lernatmosphäre und eine geeignete räumliche Umgebung samt notwendiger Infrastruktur voraus. Wir bieten unsere Schulungen und Veranstaltungen in entsprechenden Örtlichkeiten an oder richten uns nach den Bedürfnissen des Gremiums („inhouse-Schulung“). Wenn gewünscht oder notwendig, haben wir auch die technischen Ressourcen, um  einen technisch reibungslosen und effektiven digitalen Austausch zu ermöglichen. Um die Voraussetzungen für Lernen zu optimieren, passen unsere Referent*innen im Vorfeld Lehransätze und Methodik an die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe an und stimmen sie während der Bildungsmaßnahme selbst auf die aktuellen Entwicklungen ab.



Definition gelungenen Lernens:


•    Individuelle Weiterentwicklung:

Das Erlernen von Handlungskompetenzen, damit Lernende ihre Möglichkeiten der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung erkennen und entsprechend handeln. Teilnehmer*innen haben sich weiterentwickelt, wenn sie eine Herausforderung annehmen, sie neugierig angehen, sich zutrauen, die neue Situation zu meistern und dabei lernen.

•    Einbringen individueller Lebens- und Arbeitserfahrungen in den Lernprozess:

Lernende bringen ihre Erfahrungen und ihr Wissen aktiv in den gemeinsamen Lernprozess ein. Dies ist gelungen, wenn sich die Teilnehmer*innen untereinander austauschen (z. B. in Arbeitsgruppen oder informellen Gesprächen) und ihre jeweiligen Erfahrungen in den weiteren Schulungsverlauf miteinbezogen werden.

•    Das Ziehen individueller Schlussfolgerungen:

Lernen führt zu Urteilen-Können: Im Lernprozess werden die Kompetenzen des Urteilens durch den Austausch verschiedener Standpunkte und Meinungen geschärft. Wenn Diskussionen entstehen, an denen sich möglichst viele Lernende aktiv beteiligen oder Beiträge Einzelner zu einer Überprüfung und ggf. Neubewertung einer Sachlage führen, sind wir diesem Ziel nahe gekommen.

•    Anwendung des Gelernten:

Lernen führt zu einem unmittelbaren Anwenden in der Praxis, insbesondere durch das Erwerben von Handlungskompetenzen. Dies wird für uns beispielsweise im korrekten Lösen praxisbezogener Fälle sichtbar oder im Bestehen von Prüfungen.



Definition gelungener Beratung


Wir verstehen die Beratung als einen Prozess, der den Ratsuchenden die Möglichkeit gibt, sich weiterzuentwickeln, individuelle und kollektive Schlussfolgerungen zu ziehen, um daraus unter Einbringung der eigenen Erfahrungen, Standpunkte und Meinungen eine Strategie für das weitere Vorgehen zu realisieren. Aus unserer Sicht ist Beratung also grundsätzlich eine Unterstützung des ratsuchenden Gremiums und seiner Mitglieder mit dem weiteren Ziel einer nachhaltigen Befähigung zur Selbstberatung und Selbstorganisation.
Für unsere Beratungsprozesse im Bereich der betrieblichen Interessenvertretung heißt dieses Ziel ganz konkret, dass wir das ratsuchende Gremium in die Lage versetzen möchten, stets „auf Augenhöhe“ mit dem Arbeitgeber verhandeln zu können.
Dabei unterstützen wir mit unserem eigenen Sachverstand bzw. mit Hilfe unseres Beraternetzwerks bei den spezifischen rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Fragestellungen, die nicht mittels der vorhandenen Ressourcen des Gremiums beantwortet werden können.
Gelingende Beratung setzt auch eine gute Atmosphäre und eine geeignete räumliche Umgebung samt notwendiger Infrastruktur voraus. Wir richten uns hierbei ganz nach den Bedürfnissen des Gremiums und beraten entweder „inhouse“ am Wirkungsort des Gremiums, sofern die Bedingungen dort gegeben sind, oder bieten entsprechende Örtlichkeiten an bzw. organisieren diese durch unser Veranstaltungsmanagement. Wenn gewünscht oder notwendig, haben wir auch die technischen Ressourcen, um  einen technisch reibungslosen und effektiven digitalen Austausch zu ermöglichen.

Ein Beratungsprozess kann aus unserer Sicht als gelungen bezeichnet werden, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:


•    Ein Überblick über alle inhaltlichen Aspekte, bestehende Positionierungen ist gewonnen, die Erfahrungen und Standpunkte der Gremienmitglieder sind berücksichtigt und eingebracht:


Alle Mitglieder des Gremiums hatten die Möglichkeit, sich einen Überblick über sämtliche inhaltliche Aspekte und bestehenden Positionierungen bzgl. der beratungsrelevanten Fragestellung zu verschaffen. Gleichzeitig konnten sie ihr eigenes Wissen, ihre Erfahrungen und Standpunkte in den aktuellen Beratungsprozess einbringen. Die Berater*in hat dies sichergestellt, indem sie den Austausch im Gremium sowie mit anderen für den Beratungsprozess relevanten Akteuren gefördert, die bestehenden Erfahrungen und Positionierungen einbezogen sowie – wenn notwendig - bzgl. spezieller inhaltlicher Fragestellungen mit ihrem Wissen unterstützt hat. Dabei fungiert sie auch als Schnittstelle zu den jeweils relevanten gewerkschaftlichen Gremien bzw. zum gewerkschaftlichen Hauptamt.

•    Kollektive Schlussfolgerungen sind gezogen und eine Strategie ist abgeleitet:


Die Beratung hat dazu geführt, dass alle Mitglieder des Gremiums möglichst auf dem gleichen Wissensstand bzgl. aller für das Beratungsthema relevanter Aspekte sind und in Folge dessen einen gemeinsamen Standpunkt entwickeln können. Hierbei hat die/der Berater*in eine moderierende und ggf. mediierende Rolle eingenommen. Aus diesem Prozess hat das Gremium eine Strategie und ggf. Alternativen für das weitere Vorgehen entwickelt.

•    Das Beratungsergebnis kommt zur Anwendung:


Beratung hat zu einer Umsetzung der Strategie in Bezug auf die aktuelle Aufgabe geführt. Dies wird sichtbar durch die Aktivitäten des Gremiums, die der/die Berater*in begleitet. Er selbst informiert sich regelmäßig über den Fortschritt.

•    Eine individuelle und kollektive Weiterentwicklung ist erreicht:


Das Gremium und seine Mitglieder hat durch den Beratungsprozess und die Anwendung der entwickelten Strategie fachliche, methodische und strategische Handlungskompetenzen erlangt und ist in der Lage, aktuelle Fragestellungen bzw. Problemlagen eigenverantwortlich zu lösen und/oder  künftig entsprechende Möglichkeiten der Interessenvertretung zu erkennen und demnach handeln zu können.